Guten Morgen, ihr Lieben! Der Januar ist schon rum … irgendwie sind die letzten Wochen wirklich verflogen. Hallo Februar! Auch wenn der Februar noch zum tiefen Winter zählt, kann man jetzt doch schon mal einen kleinen Gedanken an den Frühling wagen. Ich habe schon die ersten Schneeglöckchen gesehen … endlich, die Natur erwacht ganz langsam. Die Tage werden schon etwas länger und wenn die Sonne raus kommt, sehne ich mich gedanklich schon danach, dass sie wieder wärmt und ich in einem Cafe draußen sitzen kann. Geht euch das auch so?

Also, mal sehen, was der Februar alles so bereit hält. :-)

Ich habe für euch zum Start in den neuen Monat natürlich traditionell erstmal wieder ein Interview. Heute möchte ich euch die liebe Helena von „Helenas Handarbeit“ vorstellen.

 

Liebe Helena, ich freue mich sehr, dich heute als meinen Montags-Muster-Gast begrüßen zu dürfen. Du bist auf Instagram und auch mit deinem Blog unter dem „Helenas Handarbeit“ zu finden. Somit hätten wir schon mal geklärt, wie du heisst. J Aber mehr weiss ich ehrlich gesagt auch nicht von dir, deshalb bin ich jetzt mächtig gespannt, was ich alles über dich erfahre. Also,  für alle, die dich nicht … oder nicht so gut kennen, stelle dich doch bitte kurz vor. Wo kommst du her? Was machst du so – im richtigen Leben? Erzähl doch mal …

Liebe Kristin, erst einmal einen ganz lieben Dank für deine Interviewanfrage! Da habe ich mich sehr drüber gefreut. Also dann versuche ich mal ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. So ganz grundsätzlich: Ich bin 24 Jahre alt, gehöre damit wohl zu den jüngeren Strickerinnen, bin in der Nähe von Aachen aufgewachsen und pendle zwischen Aachen und meiner Wahlheimat Düsseldorf ganz viel hin und her. Wenn ich nicht gerade stricke, dann schreibe oder lese ich. Ich habe nämlich Germanistik studiert und befinde mich gerade in den letzten Zügen meiner Masterarbeit.

 

– Du bist unter deinem Label „Helenas Handarbeit“ unterwegs. Strickst du ausschließlich oder haben es dir auch noch mehr Handarbeitsthemen angetan?

Mich fasziniert wirklich alles rund um das Thema DIY. Ich selber greife im Sommer gerne mal zur Häkelnadel und habe mir vor kurzem eine Nähmaschine gekauft. Auf der wird im Augenblick auch ganz viel ausprobiert. Handarbeit bedeutet für mich aber ebenso, ein altes Möbelstück neu aufzubereiten. Das habe ich zum Beispiel letztes Jahr mit alten Couchtischen, die ich auf dem Speicher von meinen Eltern gefunden habe, gemacht. Abschleifen, neu streichen und mit einer modernen Folie beziehen – fertig ist ein neues Lieblingsteil. Davon gibt es im Augenblick noch nicht so viel auf meinem Blog und den Social-Media-Kanälen zu sehen, aber das wird sich bald ändern.

 

– Wie bist du zum Stricken gekommen? Wie lange strickst du schon? Was strickst du am liebsten?

Ich glaube, damals in der Grundschule gab es einen Handarbeitskurs und da hatte ich wohl zum ersten Mal ein Nadelspiel in der Hand. Erinnern kann ich mich daran aber kaum noch. Ich habe mir nämlich erst vor zwei Jahren aus einer spontanen Eingebung heraus eine Häkelnadel und Wolle gekauft, um einen Bikini für mich zu häkeln. Sehr sehr frustriert habe ich mir dann Erklärvideos bei YouTube angeschaut und irgendwann hat es endlich Klick gemacht. Ein halbes Jahr später wollte ich einen Strickpulli haben und im Internet gab es so viele Tipps und Einführungstutorials dazu. Weil ich am liebsten autodidaktisch lerne, war das toll für mich.

 

– Was bedeutet dir das Stricken?

Auf meinem Blog habe ich den Spruch „Stricken ist meine Masche“ stehen und die Worte sind so passend. Stricken bedeutet für mich kreativ zu sein, eigene Designs zu entwerfen, persönliche Modetrends umzusetzen und hochwertige Produkte herzustellen. Für mich ist es nicht immer Entspannung und Seelenfrieden, denn oft überlege ich sehr viel dabei und habe viele Zweifel, ob zum Beispiel die Farbkombi so passt. Aber ich hatte noch nie ein vergleichbares Hobby und es ist meine große Leidenschaft.

 

– Ich habe auf deinem Blog gesehen, dass du auch einige Anleitungen geschrieben hast? Was kann man denn nachstricken? Was macht dir dabei am meisten Spass? Was inspiriert dich dabei? Wo findet man deine Anleitungen?

Schon nach zwei Monaten Strickerfahrung wurde aus einem privaten Instagram Account ganz plötzlich ein Blog, weil mir eines Abends die Idee dazu kam. Ganz viele meiner Follower haben es bewundert, dass ich so viel stricke und mich früh an große Projekte gewagt habe. Deshalb wollte ich auch andere ermutigen und habe anfängertaugliche Anleitungen, beispielsweise für Mützen, geschrieben. Wenn ich Garn kaufe, Maschenproben mache und mir einen Schnitt aufzeichne, fühle ich mich schon wie eine kleine Designerin. Diese kreative Arbeit macht mir unglaublich Spaß. Auf meinem Blog gibt es ganz unterschiedliche Anleitungen, zum Beispiel für eine gehäkelte Strandtasche, ein gezopftes Lesezeichen, einen Pulli in Oversize… Immer mal wieder reinschauen lohnt sich also.

 

– Für wen strickst du? Für dich? Oder verschenkst du viel?

Am meisten stricke ich sicherlich für mich. Ich überlege, welches Teil ich mir für eine Saison noch gut vorstellen könnte und stricke es mir dann. Inzwischen hat aber auch jeder aus meiner Familie Wollsocken à la Helena und mit Mützen, Pullis und Schals werden mein Freund und die engsten Familienmitglieder auch ganz gut versorgt. Mich macht es nämlich sehr glücklich zu sehen, dass andere meine Arbeit schätzen und durch handgestrickte Teile eine neue Beziehung zu Kleidung entwickeln. Trotzdem finde ich es auch sehr wichtig, nein zu sagen. Für viele ist es ganz selbstverständlich, dass du ihnen mal ein Paar Socken strickst – aber das ist es wirklich nicht. Und auf solche Sätze, wie „Das machst du doch so gerne!“, können wir Stricker doch verzichten, oder?

 

– Hast du persönliche Heimtipps? Was magst du besonders gerne? Hast du Lieblingsgarne?

Alpaka und Mohair. Mein Freund sagt, dass alle Pullis bei mir gleich aussehen würden. Nun ja, ich mag es halt gerne flauschig.

 

– Hast du Lieblings-Designer? Lieblings-Wolle? Lieblings-Podcast? Oder andere Lieblings-Sachen?

Im Augenblick stricke ich gerne die sehr schlichten Designs von PetiteKnit nach. Eigentlich arbeite ich lieber mir dickeren Nadeln und Wolle, aber die Modelle haben es mir einfach angetan. Eine richtige Lieblingswolle habe ich aber noch nicht gefunden. Ich probiere mich zurzeit noch durch und finde es ganz spannend, Produkte von verschiedenen Herstellern auszuprobieren.

 

– Was sind deine Wünsche und Pläne für die Kreativ-Zukunft?

Ich würde mich freuen, wenn mehr Hersteller im Kreativbereich Social Media nutzen würden. Viele sind in der digitalen Welt kaum oder (noch) gar nicht vertreten und das ist so schade. Okay, ich bin ein Kind der 90er Jahre und beschäftige mich beruflich auch sehr viel mit dem Thema Social-Media-Kommunikation; deshalb achte ich da etwas mehr drauf. Trotzdem glaube ich, dass viele Firmen es bald bereuen werden, nicht präsenter auf Pinterest und Instagram gewesen zu sein. Und für uns Strickbegeisterte wäre ein bisschen mehr Inspiration von den Herstellern nur von Vorteil.

 

– Warum ist dein gewähltes „Montags-Muster“ dein Lieblingsmuster?

Auf meinem Blog habe ich mal eine Anleitung für ein Lesezeichen geschrieben, das ich aus einem einfachen Zopfmuster gestrickt habe. Total basic, aber ich mag es gerne schlicht und einfach. Bei Socken probiere ich inzwischen auch gerne mal neue Muster aus, aber ansonsten bin ich in der Hinsicht eher leicht gestrickt. Mit diesem Zopfmuster kann man übrigens ganz tolle Ärmel stricken und bei einem schlichten Pulli für den WOW-Effekt sorgen. Das habe ich jetzt bald mal vor.

 

Anleitung:

 

Ihr schlagt 9 M an.

 

  1. Reihe: alle M. rechts
  2. Reihe: alle M. links
  3. Reihe: ersten 3 M. auf Hilfsnadel hinter die Arbeit legen, 3 M. rechts, 3 M. von Hilfsnadel stricken
  4. Reihe: alle M. links
  5. Reihe: wie 1. Reihe
  6. Reihe: wie 2. Reihe
  7. Reihe: 3 M. rechts, 3 M. auf Hilfsnadel vor die Arbeit legen, 3 M. rechts, 3 M. von Hilfsnadel
  8. Reihe: alle M. links

 

Diese Reihen immer so fortführen

Montagsmuster, stricken, Interview, Anleitung

 

Wo bist du überall zu finden?

Webseite: https://helenashandarbeit.wordpress.com

Instagram: https://www.instagram.com/helenashandarbeit/

Pinterest: https://www.pinterest.de/helenashandarbeit/

Ravelry: https://www.ravelry.com/people/helenashandarbeit

 

 

Liebe Helena, vielen herzlichen Dank für das Interview und die Preisgabe deines Lieblingsmusters!

Viel Spaß beim Ausprobieren und Nachstricken !

 

PS: Ich freue mich natürlich sehr über Fotos von euren Montags-Mustern … verlinkt doch einfach eure Bilder und Beiträge bei Instagram und Facebook mit #montagsmuster  … dann finde ich euch. 😉

 

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