Guten Morgen ihr Lieben,

… heute heißt es für mich „Tschüss Sommer“ … „Hallo Herbst“. Der September hat Einzug gehalten und er hält sicherlich auch noch einige schöne, teilweise warme Tage für uns bereits. Dennoch … es wird einfach unaufhaltsam herbstlich. Aber auch der Herbst hat schöne Töne und Farben und ich freu mich darauf. Auch deshalb, weil wir uns alle wieder etwas mehr in die schönen kuschlig, warmen Sachen einmummeln können, die wir das ganze Jahr so stricken. :-) Geht euch das auch so?

 

Wie immer freue ich mich auch besonders auf einen neuen Monat, denn da gibt es traditionell am ersten Montag im Monat immer mein Montags-Muster-Interview.

Heute möchte ich euch ein seltenes und edles Exemplar vorstellen … einen wahren Kerl, der an der Nadel hängt. ;-)

 

 

Lieber Lutz, ich freue mich sehr, dich heute als meinen Montags-Muster-Gast begrüßen zu dürfen. Und es ist eine Premiere, du bist der erste strickende Kerl, den ich in meiner Interview-Reihe befragen darf. Ohyeah! Quasi der Hahn im Korb. Ein seltenes und edles Exemplar. Das sind wahrscheinlich so Aussprüche, die du schon häufiger zu hören bekommen hast. Ich persönlich finde es klasse, wenn Jungs stricken (bei meinem Stricktreff gibt es auch Strick-Jungs … und die sind sehr gerne gesehen und immer herzlich willkommen). In diesem Sinne schon mal jetzt ein Aufruf an die Jungs … Ran an die Stricknadeln. Ich freu mich sehr ein bisschen hinter die Kulissen deiner Strick-Karriere zu schauen und freue mich sehr, dich auch auf diese Weise besser kennenzulernen. 😊

 

Wir haben uns bereits vor einigen Jahren kennengelernt, da habe ich sogar mal einen Urlaubsvertretungs-Blogbeitrag auf deinem Blog geschrieben … uiuiui, das ist schon ein Weilchen her. Und dann haben wir uns hin und wieder auf verschiedenen Events gesehen – zuletzt bei dem tollen Färbeworkshop in Augsburg. Hier ist auch dieses nette Foto von uns entstanden. :-)

 

Zur Strickszene gehörst du einfach voll dazu … ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass dich jemand nicht kennen könnte, aber stelle dich doch bitte kurz vor. Wer bist du? Wo kommst du her? Was machst du so?

Vielen vielen vielen Dank für die lieben Worte, liebe Kristin. Oh ja – meine Urlaubsvertretung ist schon ein bisschen her – Wahnsinn wie lange wir uns schon online kennen *grins*

Also… Ich bin Lutz Staacke, noch 36 Jahre alt und komme aus der Lüneburger Heide. Um genauer zu sein aus Winsen (Luhe) – aber das kennen die meisten nur von: “Ja – da bin ich schon mal dran vorbeigefahren!”. Studiert habe ich aber in München und hier auch meinen Freund kennengelernt. Mit ihm bin ich dann auch vor knapp 10 Jahren aufs “Land” nach Peißenberg gezogen. Ich bin seit 4 Jahren Head of Social Media Manager beim Deutschen Landwirtschaftsverlag – auch wenn wir ganz viele Fachtitel vertreiben, so kennt der ein oder die andere ja vielleicht die Zeitschrift kraut&rüben.

Das Gute (und manchmal auch das Nervige) ist, dass ich meinen Job und meine Leidenschaft für Social Media und Stricken in meinem Blog verbinden konnte. So habe ich viele Dinge, die ich im Verlag einführen möchte, auch immer an meinem Blog oder meinen Social Media Kanälen getestet. Und wenn ich es dann verstanden habe, dann bringe ich das unseren Redakteuren bei.

 

Du bist unter deinem Label „maleknitting“ unterwegs. Es ist ja irgendwie offensichtlich warum es so ein Name ist, aber gibt es dennoch eine Geschichte dahinter? Die Stricksucht hat dich ja auch fest im Griff … wie lange strickst du schon? Wer hat es dir beigebracht? Was fasziniert dich so am Stricken?

Ich stricke seit gut sieben Jahren. Angefangen hat alles bei der Geburt meiner Nichte. Ich hab als vorbildlicher Onkel natürlich 1.000 Klamotten und Spielzeug gekauft und bin dann ins Krankenhaus gefahren, um die ganzen Kisten abzuliefern (okay, ganz so schlimm war es nicht, aber ein Gedächtnis will es mir vorgaukeln). Meine Tante kam dann auch ins Krankenhaus und überreichte meiner Schwester eine selbstgestrickte Rassel. “Die Anleitung hab ich bei YouTube gefunden und nachgestrickt.” Dass meine Tante sich abends vor den Rechner setzt und Anleitungen bei YouTube nachstrickt hat mich so fasziniert, dass ich auch anfangen wollte zu stricken.

In der Social Media Szene war ich damals schon bekannt, stand aber nie für ein Thema. Ich war kein Foodblogger, Modeblogger oder Techie – ich war einfach der Lutz. Für mich also der perfekte Start mein “Strickleben” in Form eines Blogs zu dokumentieren. Und so konnte ich dann immer selber was dazu lernen. Sowohl beim Bloggen als auch beim Stricken.

Beigebracht hat es mir dann meine beste Freundin und ein – man mag es kaum glauben – gedrucktes Buch. Das war geduldiger, ohne Werbung und brauchte keinen Akku.YouTube habe ich dann erst später für mich entdeckt.

Heute ist Stricken für mich fast schon eine Art Meditation – oder wie es heute so schön heißt: Achtsamkeit. Bei Achtsamkeit konzentriert man sich ja auf eine recht dröge Tätigkeit. Das Atmen. Ein und aus. Und ich ertappe mich immer wieder beim Stricken, dass ich da auch ganz meditativ mir vorsage welche Masche ich gerade stricke. Rechts, rechts, links, links, rechts … Dieses monotone Vorsagen ist wirklich wie die Konzentration auf das Ein- und Ausatmen. Und somit sehr beruhigend. Und das beste: in meinem digitalen Arbeitsalltag erstelle ich viele Präsentationen, schiebe Tabellen hin und her und am Ende hat man nichts in der Hand. Alles ist digital. Doch Garn und Nadel lassen am Ende ein tolles Strickstück entstehen. Das mag ich besonders.

Der Name Maleknitting mag sehr ersichtlich erscheinen, war allerdings eine Notlösung. Als ich hin und her überlegt habe, wie ich denn nun meinen Blog nennen soll, konnte man noch keine Umlaute in der URL verwenden. “Männerstricken” viel also weg. Und deshalb war es für mich klar, dass es englisch sein sollte. Zu meinem 32 Geburtstag habe ich von Freunden ein Shirt mit der Aufschrift “Strickjunge” bekommen. Natürlich, weil es fast zweideutig ist. Da hab ich dann ganz kurz überlegt, ob ich mich umbenennen sollte, es dann aber doch bei maleknitting belassen.

 

„Wolle ist sexy und stricken ist männlich“ … das habe ich bei der Vorstellung deines Buches mitgenommen. Schon 2015 hast du ein Buch veröffentlicht. Erzähl doch mal, wie es dazu kam und was es beinhaltet. Ist es wirklich nur für Jungs? Hat dir das Buch-Projekt Spaß gemacht und wird es vielleicht noch ein zweites, drittes, viertes geben?

Eine sehr liebe Bekannte von mir war damals Pressefrau beim Edition Michael Fischer Verlag in München. Sie kam damals auf mich zu, ob ich denn nicht Lust hätte ein Buch zu schreiben. Ich hab Ihr damals gesagt, dass ich mich geehrt fühle, aber noch nicht bereit wäre. Sie hat aber nicht locker gelassen und nachdem ein weiterer Verlag mich auch fragte, hab ich dann am Ende zugesagt.

Eine meiner Lektorinnen meinte mal: “Ach ja, Du bist ja derjenige, der nebenbei noch arbeitet und kein Vollzeitautor ist.” – ja 40 Stunden plus Buch war ganz schön sportlich. Vor allem weil ich und mein Freund die Schritt-für-Schritt Bilder selber gemacht haben. Und das ist auch der Grund weshalb es vermutlich kein weiteres Buch von mir geben wird. Wer weiß – sollte ich mal in Teilzeit gehen, dann könnte ich es mir vorstellen ein komplettes Buch zu schreiben. Aktuell eher einzelne Kapitel.

Im Buch habe ich 15 Anleitungen und Geschichten rund ums (männliche) Stricken gepackt. Ob die Anleitungen nun besonders männlich sind sei mal dahin gestellt – aber ich habe auch Geschichten erzählt, wie es mir als strickenden Mann so ergeht.

Bei den Anleitungen habe ich darauf geachtet, dass es nicht zu schwer ist diese Nachzustricken. Es fängt mit einem Waschhandschuh an, ich zeige wie man einen Loop strickt oder eine Weste. Dazu habe ich noch zwei etwas außergewöhnliche Anleitungen geschrieben: eine Fußabtreter und eine Holztrage – beide aus Paketschnur.

Das schöne an dem Buch ist, dass ich einiges eben selbst bestimmen konnte – so war ich als Person auf dem Cover zu sehen und auch mein Logo wurde prominent gezeigt. Das Format ist Quadratisch und der Schriftzug erhaben. Viele haben mir gesagt, dass sich das Cover dadurch ganz toll anfühlt. Wer es mal selber anfassen mag, kann es überall bestellen *grins*.

 

Du bist auch hin und wieder mit einigen Strickideen im ARD Buffet zu sehen. Erzähl doch mal. Wie ist es dazu gekommen? Was zeigst du da so? Ist es nicht furchtbar aufregend vor der Kamera zu stehen? Wann bist du wieder dort zu sehen?

Letztes Jahr im Herbst bekam ich einen Anruf von der SWR Redaktion “ARD Buffet”. Man hätte im Dezember einen Slot kurz vor Weihnachten frei und sie suchten noch einen Experten fürs Stricken. Die CraSy Sylvie hatte damals keine Zeit, habe mich aber empfohlen, da ich vor der Kamera eigentlich immer recht locker agiere.

Nach dem Anruf hatte ich natürlich riesigen Respekt davor. Zum einen habe ich mich tierisch gefreut, gleichzeitig aber auch Angst, dass ich dann LIVE in Ohnmacht falle, ich rülpse oder das Hemd nicht richtig in die Hose gesteckt habe. Natürlich waren diese Ängste unbegründet, denn das ARD Buffet Team macht einen verdammt tollen Job. Dickes Lob an Claudia und Ihre Kollegen hier, die mich jedes Mal super betreuen. Das tolle ist, dass man als Newbie ein kleines Kameratraining bekommt und einem der Regisseur Tipps gibt. Man bekommt beigebracht wie wann wohin man gucken soll, wie die Hände zu halten sind, wenn man etwas zeigen will und dass man immer mit beiden Beinen auf dem Boden stehen soll – das erdet ungemein.

Zum Glück gibt es dann auch immer so ab 10 einen Probedurchlauf. Da werden alle Beiträge gezeigt, die Moderatoren proben ihre Texte noch ein letztes Mal und wir Experten zeigen dann dort schon was hinterher im Fernsehen zu sehen ist. Und ja: da geht (bei mir) immer was schief. Mal bemerke ich in der Probe, dass da noch die Schere fehlt, mal rede ich um den heißen Brei rum oder komme ins Stocken. Live bin ich dann aber zum Glück so konzentriert und hellwach (Danke an dieser Stelle an meinen guten alten Freund das Adrenalin), dass ich bisher alles so gut gemeistert habe. Ich freue mich natürlich auch sehr darüber, dass ich so positiv bei den Zuschauern und dem Team ankomme. Diese Live-Sendungen machen wir auch wirklich viel Spaß und ich freue mich schon auf die nächste Sendung, die am 25.09.2019 erscheint.

Dort zeige ich dann, wie man eine zweifarbige Krawatte in meinem zweitliebsten Muster strickt. Ansonsten habe ich bei den letzten Malen die Fußmatte aus meinen Buch, das Fischgrätmuster an einem Topflappen und Hosenträger aus Tweedgarn gestrickt.

 

Woher stammen deine Ideen für solche Strick-Ideen, die du dort präsentierst? Wodurch wirst du inspiriert?

Meine Hauptinspirationsquelle sind Pinterest und Instagram. Dort suche ich mich meist durch den Hashtag #knitting und scrolle, scrolle und scrolle kilometerlang durch die Apps. Oft ist es so, dass ich dann ein Muster entdecke und überlege, wie ich es am besten auf ein Strickstück übersetzen kann. Die Hosenträger sind nach der zweiten Sendung mit dem Fischgrätmuster entstanden. Claudia, die mir zugeordnete Redakteurin, meinte kurz vor der Sendung: “Ach und nächstes Mal machste einfach Hosenträger – was meinste?” “Öhm ja, ich guck mal.”. Gesagt getan. Und auch jetzt bei der Krawatte kam der Wunsch aus der Redaktion. So gesehen, muss ich mich dann “nur” noch um die Umsetzung kümmern.

 

Hast du denn auch einen Männer-Stricktreff? Wo trefft ihr euch? Und geht das dann auch so zu, wie bei uns Mädls? Viel Geschnatter und so? 😊

Wir hatten vor einigen Jahren mal einen Stricktreff in München. Die Jungs und ich haben sich dann einmal im Monat zum Stricken in einer Fußballkneipe getroffen. Nachdem dort immer Fußball lief und wir kein wirkliches Interesse an diesem Sport hatten, haben wir uns immer unter den Fernsehen gesetzt – auf die Plätze auf die eh kein anderer sitzen wollte. Leider ist das Ganze ein wenig eingeschlafen und wir treffen uns nur noch ganz sporadisch. Dank unserer Initiative hat sich aber auch ein weiterer Maleknitting Stammtisch gebildet. In Köln. An jedem dritten Dienstag im Monat treffen sich dort um die 15 Kerle und bleiben da auch unter sich. Ob bei denen weniger geschnattert wird? Ich wage es zu bezweifeln.

 

Und was mir bei dir auch immer sofort in den Sinn kommt, ist deine „Tatort-Socken-Aktion“. Gibt’s die denn wieder?

Ich bin noch am Überlegen. Ich habe das ja nun schon zwei Jahre hintereinander gemacht. Und es freut mich auch zu sehen, wie viele tolle Socken da entstehen. Doch in der dunklen Jahreszeit ist für mich am meisten los. Ich habe da ja immer das YarnCamp organisiert (dieses Jahr mache ich eine Pause) und im Herbst sich die wichtigsten Messen für den Verlag in dem ich arbeite. Im ersten Jahr haben knapp 50 Leute mitgemacht – im zweiten schon knapp 200. Da ich alle Personen händisch zuordne und auch nicht so, dass sich zwei gegenseitig bestricken – ist es immer ein sehr großer Aufwand.

Dass da nicht immer alles gut gehen kann ist klar. Ich würde mal sagen bei so einer Wichtelaktion bleiben vielleicht 5% leider leer aus oder sind unzufrieden mit dem was sie bekommen. Das kennen wir alle noch aus der Schule. Somit haben sich in diesem Jahr mehr Leute beschwert dass nichts bei ihnen angekommen sei. Eine Userin hat zwei Tage VOR Weihnachten bis in die erste Woche Januar so viel Terz gemacht, dass ich langsam die Geduld verlor und ihr das auch deutlich gesagt habe. Als das Paket dann doch noch ankam hat sie sich nicht einmal entschuldigt. So etwas ärgert mich einfach, da ich das Ganze ja in meiner Freizeit mache. Andererseits sollte man sich auch immer diejenigen vor Augen halten, die richtig viel Spaß bei so einer Aktion haben und die man nicht enttäuschen will.

 

Mal Hand aufs Herz, wie groß ist dein Woll-Stash? Wenn du unterwegs bist, nimmst du da auch als Souvenir sozusagen immer ein bisschen Wolle mit nach Hause?

Das Wort Wolle stammt nicht vom Wort “brauchen” ab. Das merkt man an meinem Stash leider auch. Ich gehe so oft in kleinere Wollläden und lasse mich treiben. Da nehme ich dann schon gerne mal eine tolle Sockenwolle oder etwas handgefärbtes mit. Das viel Schlimmere ist allerdings meine hauseigene Area 51. Ich weiß momentan gar nicht wie viele UFOs hier durch mein Arbeitszimmer fliegen.

 

Du verstrickst ja auch viel unterschiedliche Wolle. Hast du eine Lieblingswolle? Verstrickst du auch viel handgefärbte Wolle? Hast du da eine Lieblings-Färber/in?

Eine Lieblingsfärberin habe ich nicht, aber ich nehme immer mal wieder von kleinen Färber*innen Wolle mit, wenn ich mal auf Dienstreise an einem Wollladen vorbeikomme. Einen Lieblingshersteller habe ich auch nicht. Ich finde jeder hat da seine Top-Garne die ich immer wieder gerne stricke.

 

Hast du persönliche Geheimtipps? Was magst du besonders gerne? Strickst du am liebsten kleine Accessoires, oder lieber große Projekte (Tücher, Pullis, Jacken)?

Sockenstricken war eigentlich nie so richtig mein Fachgebiet. Ich hab es quasi gehasst. Immer rechts, immer zwei Stück. Da haste ein Teil fertig und musst noch mal alles von vorn machen. Klar, man kann sie auch gleichzeitig stricken, aber ganz ehrlich: das war mir zu viel gefrickel. Doch nachdem ich es gelernt habe im dunkeln zu stricken, stricke ich quasi nur noch Socken. Die kann man so wunderbar beim Tatort nebenbei stricken. Bei lauter rechten Maschen muss man nicht viel aufpassen und kann nebenbei noch TV gucken. Perfekt!

 

Wie wählst du die Farben für deine Projekte aus? Greifst du – wie so viele – immer zu den gleichen Lieblingsfarben oder experimentierst du da auch mal?

Gedeckte Farben sind schon eher was für mich. Ein typischer Westknit wird aus mir nicht mehr – seine Anleitungen finde ich genial. Aber auch dort nehme ich eher gedeckte Farben. Damit es dann nicht zu langweilig wird, gibt es oft noch einen Farbtupfer dazu. Ganz klein, aber auffallend.

 

Hast du Lieblings-Designer? Lieblings-Wolle? Lieblings-Podcast? Lieblings-Wolle-Läden? Oder andere Lieblings-Sachen? 

Ich bewundere Designer*innen wie Tanja Steinbach. Sie macht kommt immer wieder auf die tollsten Ideen und hat für das YarnCamp schon einige Muster entworfen. Neben Ihr liebe ich die Anleitungen von Vincent Deslandes ein neuer Designer aus Kanada. Zwar hat er erst vier Designs veröffentlicht, sind bei Ravelry aber sehr beliebt https://www.ravelry.com/designers/designs-by-delz.

 

Du der Ideengeber und der Hahn im Korb im „Yarncamp“. Das Event gibt es ja schon seit 2013 und ist fest etabliert in der Strickszene. Um was geht es hier genau? Erzähl doch mal, wie du auf die Idee gekommen bist? Was ist an so einem Wochenende denn los? Und wie kommt man an Tickets – die ja inzwischen heiß begehrt sind.

Das YarnCamp ist ein Barcamp rund um das Thema DIY, Garn und Kreativität.

Ein Barcamp ist eine so genannte Unkonferenz bei der sich jeder mit eigenen Sessions (Vortrag, Diskussionsrunde, Workshop) bewerben kann. Diese Sessions werden morgens vorgestellt und per Handzeichen wird angegeben, ob Interesse für diese Session besteht. Also alles ziemlich demokratisch.

Da ich so viel Spaß am Stricken hatte und auf anderen Barcamps angefangen habe Strickunterricht zu geben, dachte ich mir: Komm! – mach doch mal ein Barcamp. Ziemlich schnell haben sich dann Mitstreiterinnen gefunden, die die Idee genauso gut fanden wie ich auch. Heute sind neben mir noch Rebekka Badenheuer (Queen of Whatever), Sara Käfer (waren wir auch so) und Julia Himbert (The Cookingknitter) mit an Bord, die in diesem Jahr leider auf mich verzichten müssen. Ich habe mir in diesem Jahr ein wenig Ruhe gegönnt, da mir alles ein bisschen zu viel wurde. Aber die drei sind ein tolles und gut eingespieltes Team und rocken das YarnCamp wie die Jahre zuvor.

 

 

Was sind deine Wünsche und Pläne für deine Kreativ-Zukunft?

Mehr Zeit. Ich überlege schon lange, ob ich etwas kürzer treten soll. Ich habe aber an so vielen Dingen so viel Spaß. Das betrifft nicht nur das Stricken, sondern die Netzwelt im allgemeinen. So habe ich immer wieder neue Projekte, die mich reizen aber für die ich jetzt schon wenig Zeit habe. Noch geht’s.

 

Warum ist dein gewähltes „Montags-Muster“ dein Lieblingsmuster?

Bei dem zweifarbigen Tweedmuster gefällt mir besonders gut, dass es mit kontrastreichen Farben so richtig gut zur Geltung kommt. Auch die ausgefallene Technik gefällt mir gut, denn durch das Einstechen in die Reihe drunter und das auflösen der gleichen Masche ist ganz spannend. Zwar dauert dieses Muster ein Weilchen, aber man wird mit einem tollen Muster belohnt was sich super für Trachten eignet.

Anleitung für das Zweifarbiges Tweedmuster:

Du schlägst in der Hauptfarbe die nötige Anzahl an M an. Achte dabei darauf, eine ungerade Maschenanzahl und 2 Randmaschen einzurechnen.

Die 1. und 2. R strickst du nun kraus re in der Hauptfarbe.

Die folgenden 4 R werden immer wiederholt:

Nun wechselst du zur 2. Farbe. Die 1. M ist die Randmasche, danach folgt 1 reM.

  1. Nach dieser stichst du bei der nächsten M eine R tiefer ein statt in die M auf der Nadel
  2. 2. und strickst diese M auch re.

Die tiefer gestochene und die reguläre re M wechselst du nun so lange ab, bis du wieder eine Randmasche strickst.

Danach wird ebenfalls mit der 2. Farbe 1R re gestrickt.

Nun kommt wieder die Hauptfarbe dran.

Nach der Randmasche wird direkt in die R darunter gestochen und erst dann normal eine M re gestrickt. Diese beiden Vorgänge wechseln sich so lange ab, bis du die vorletzte M re strickst und dann wieder die Randmasche. Danach folgt dann wieder 1 R re M in der Hauptfarbe. Du strickst also immer abwechselnd 2 R in der 2. Farbe und 2 R in der Hauptfarbe.

 

 

Wo bist du überall zu finden:

Website: https://maleknitting.de/

Ravelry: https://www.ravelry.com/designers/lutz-staacke

Instagram: https://www.instagram.com/maleknitting_blog/

 

Liebe Lutz, vielen herzlichen Dank für das super tolle, ausführliche Interview und die Preisgabe deines Lieblingsmusters! Ich bin schon mächtig gespannt, was bei dir noch so alles kommt und ich freu mich natürlich schon sehr auf unser nächstes Wiedersehen!

Viel Spaß beim Ausprobieren und Nachstricken !

 

PS: Ich freue mich natürlich sehr über Fotos von euren Montags-Mustern … verlinkt doch einfach eure Bilder und Beiträge bei Instagram und Facebook mit #montagsmuster  … dann finde ich euch. 😉

 

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