Ping* … Hallo Frau Joél, Ihre Brillen sind fertig!
Ihr Brillenwerk-Team
Ohhhhhhhhhh, wie habe ich auf diese Nachricht gewartet. Da war die Freude fast so groß, wie als kleines Mädchen die Vorfreude auf Weihnachten.
Zack, da hab‘ ich online direkt einen Termin zur Abholung meiner neuen Brillen gebucht. 30 Minuten sind nun exklusiv für mich geblockt. Oh yeah!
Ab in die U-Bahn und los in den Arabellapark. Tja, ich hoffe, das ist dann das letzte Mal, dass ich mit zusammengekniffenen Augen auf der Anzeige erahnen muss, ob ich in die richtigen U-Bahn-Linie steige. Steht da eine 4 oder 5? Naja, an den Umrissen kann ich erahnen, dass es eine 4 sein muss. Also … einsteigen.
Ich kann dir sagen:
Für mich ist eine neue Brillen abzuholen aufregend. Ok, sehr aufregend, um ehrlich zu sein.
Beim Vermessen hatte ich die neue Sehstärke ja nur kurz auf der Nase … und das in diesem potthässlichen Test-Gestell (das sich scheinbar in den letzten 40 Jahren auch nicht wirklich verändert hat 😊).
Das ist also heute das erste Mal, dass nun alles aufeinandertrifft:
Neue Brillen und neue Gläser.

Ihr erinnert euch? Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben eine Arbeitsplatzbrille und eine Gleitsichtbrille bestellt.
Zunächst habe ich meine Arbeitsplatzbrille erhalten. Dafür hatte ich mich bewusst für ein Gestell entschieden, das ich bereits besaß.
Also … nur neue Gläser. Aber auch als Gleitsichtmodell, aber eben ganz explizit dafür ausgerichtet, dass ich damit am Laptop und an meinem großen, geschwungenen Bildschirm arbeiten kann. Natürlich ist sie auch auf den Leseabstand abgestimmt. Besonders wichtig war mir aber, dass die Gläser perfekt zu meiner Strickhaltung und dem Abstand zwischen Brille und Strickstück passen.
Also, lange Rede, kurzer Sinn. Alte Brille, neue Gläser … und Bäm:
Ich kann wieder perfekt sehen! Die Zeitschrift, die ich als „Leseübung“ gereicht bekam … wow, ich wusste ja gar nicht mehr wie klar Buchstaben sein können.
Das ist wirklich … Unglaublich!!! Ich musste einen zweiten, dritten und auch vierten Blick schweifen lassen, mal kurz die Augen zumachen, aufmachen … und alles immer noch gestochen scharf. Verrückt!!!
Meine Arbeitsplatzbrille ist also schon mal ein voller Erfolg. Ja klar, ich muss mich noch an die neue Stärke gewöhnen und auch daran, dass diese Brille eben zum Arbeiten gedacht ist und nicht für die Ferne. Aber hey, ich bin echt guter Dinge, dass das passt.
Viel neugieriger war ich aber noch auf meine nigelnagelneue Gleitsichtbrille.
„Anti-mainstream.“ Etwas völlig anderes, als ich bisher hatte. Auffällig. Eine ungewöhnliche Form. Aber das ist ja genau mein Beuteschema … nein, nicht aufzufallen, aber eben etwas, was nicht jeder hat. Ein bisschen Individualität, die komplett zu mir passt.

Ich weiß jetzt gar nicht, wie ich dieses Gefühl beschreiben soll. Aber ich versuche es mal in Worte zu fassen.
Ich habe meine neue, blaue Brille im Zebra-Look aufgesetzt … und: WOW!!! Das ist vielleicht jetzt ein drastischer Vergleich … aber ich hab‘ mich gefühlt wie ein Blinder, der plötzlich sehen kann.
Ich hab nur Worte wie „WOW“, „Wahnsinn“, „Heftig“, … rausgebracht.
Ich konnte das Restaurant-Schild gegenüber des Optikers plötzlich einwandfrei lesen. Kein Augen zusammenkneifen. Kein raten.
Aber, da es ja jetzt eine Gleitsichtbrille ist, ich muss mich echt noch an die verschiedenen Sichtbereiche für nah und fern gewöhnen. Aber der erste Eindruck … „WOW“, „Wahnsinn“, „Heftig“ 😊. Es funktioniert!
Ich bin an diesem Tag völlig glücklich mit meiner neuen Brille auf der Nase und meiner Arbeitsplatzbrille in der Handtasche, nach Hause gefahren. Und ja, die Anzeige bei der U-Bahn „U4“ konnte ich jetzt brillant und glasklar sehen.
Ich frag mich jetzt echt, warum habe ich so lange verdrängt einen guten Optiker zu besuchen?
Warum bin ich so lange Kompromisse eingegangen?
Warum hab‘ ich nicht bemerkt, dass meine Lesefreude wegen „schlechten Sehens“ abgenommen hat?
Wieso hab‘ ich es so lange hingenommen, dass ich beim Stricken immer irgendwie die Augen zusammenkneifen musste, um die kleinen Maschen und Musterfolgen zu erkennen?
Ja, ich trage schon seit meiner Kindheit eine Brille und weiß, was schlechtes Sehen bedeutet. Und auch wie schwierig es ist in meiner ganz persönlichen Konstellation eine wirklich gute Lösung zu finden (also, bisher hatte ich sie noch nicht gefunden). Aber die Lösung kann nicht sein, einen Kompromiss einzugehen und weiterhin nicht richtig sehen zu können.
Tja, das fällt jetzt wohl unter: Alt und weise .. 😊 *lach* … aber ich hab‘s ja jetzt endlich kapiert bzw. den für mich richtigen Optiker gefunden.
Inzwischen habe ich meine Brille schon „eingetragen“. Natürlich hat mich der Optiker darauf hingewiesen, dass das etwas dauert … aber ich muss sagen: Es ging schneller als erwartet. Und all die schlimmen Befürchtungen, die mir von allen Seiten kundgetan wurden (wie: mit einer Gleitsichtbrille kommt man ewig nicht klar, vielleicht auch nie, die Stärke passt nie 100%ig, du musst ständig den Kopf so komisch bewegen, damit du alles sehen kannst) sind schlichtweg nicht eingetreten.

Fairer halber möchte ich aber erwähnen, dass ich in den ersten Tagen manchmal das Gefühl hatte, als wäre ich auf einem Schiff, das Seegang hat. Ich glaube meine Augen oder mein Gehirn hat dieses „Wechselsehen“ noch nicht so mitgemacht. Inzwischen hat sich das aber total gegeben.
Ich sehe glasklar, sowohl in der Ferne als auch nah. Und das mit beiden Brillen.
Ich bin so dankbar, dass es noch Optiker gibt, die ihr Handwerk wirklich verstehen und sich vor allem Zeit für die Belange ihrer Kunden nehmen. Und nein, bisher habe ich mit noch keinen Optiker zuvor übers Stricken gesprochen.
Und nicht nur mein neues Sehen macht mich happy, nein auch die Brille und das Anti-Mainstream-Gestell allgemein. Ich fühl mich super wohl damit, es sitzt perfekt auf der Nase, als wär‘ es nur für mich gemacht worden.
Manch ein Blick von Passanten lässt erahnen, dass meine neue Brille auffällig ist. Ja, und ich genieße das.
Und ich hab auch schon viele sehr nette und liebenswerte Kommentare zu meiner Brille bekommen.
Kurzum: Ich liebe meine Brille. Ich liebe das neue Sehen! Und ich bin mega happy!

Ich habe wieder Freude am Lesen … und verschlinge gerade den neuesten Thriller von Freida McFadden.
Die Arbeit am Laptop und PC hat eine völlig neue Dimension angekommen. Meine Augen werden nicht so schnell müde.
Und beim Stricken … heilige Sch… das ist ja ein völlig neues Gefühl. Der wechselnde Blick vom Fernseher auf mein Strickprojekt, dann in die Anleitung oder meine Notizen … alles kein Problem mehr. Ich sehe ALLES. Glasklar!
Richtig zu sehen, ist solch ein Luxus und so ein wundervolles Lebensgefühl!
Mein Dank geht an das Team von Brillenwerk, die sich die Zeit genommen haben, mich, meine Tätigkeiten, meine Belange und meine individuellen Ansprüche kennenzulernen, wahrzunehmen und dann in meinen neuen Brillen umzusetzen.
Und jetzt noch ein Fun-Fact am Ende:
Für meine neue blaue Brille habe ich wenig passende blauen Klamotten, Accessoires und farblich passenden Details.
Und weißt du, was das heißt?
Ich muss jetzt farblich passende Wolle shoppen!
Und dann ran an die Nadeln!
Um den Bogen zu meinem ersten Blogbeitrag zu schlagen:
Wolle und Brillen haben erstaunlich viel gemeinsam.
Wo du mich jetzt findest? Im nächsten Wolleladen. 😊
Wenn du meine ganze Brillenreise nachlesen möchtest:
Blogbeitrag 1: Wolle und Brillen haben erstaunlich viel gemeinsam
Blogbeitrag 2: Manchmal ist es einfach Liebe auf den ersten Blick
Brillenwerk München
Rosenkavalierplatz 11 – neben der Buchhandlung,
81925 München
Instagram: https://www.instagram.com/brillenwerk_muenchen/
Dieser Beitrag enthält Werbung (aus persönlicher Überzeugung).

Herzlichen Glückwunsch zum neuen sehen und der tollen Brille, die Dir sooo super steht!!! Die hätte ich auch genommen
Liebe Regina,
ganz ganz lieben Dank für deine lieben Worte. Ich freu mich wirklich total über meine neue (auch ein wenig mutige) Brille und vor allem, dass ich wieder sehen kann.
Und jetzt muss ich erstmal nach blauer Wolle Ausschau halten. *lach*
Hab‘ ein wundervolles Wochenende!
Liebe Grüße
Kristin